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Liebe Naturfreunde!

Wie spät ist es denn nun wirklich?

Wer in den letzten Monaten, Wochen und Tagen die vielen Ausführungen in Presse und Fernsehen zu Natur und Umwelt verfolgt hat, kennt die Uhrzeit! Internationale Konferenz zum Klimawandel! Umweltverschmutzung! Artensterben!  Rückgang der biologischen Vielfalt! Großflächenwirtschaft, Monokulturen, Pestizide und Insektizide in der Landwirtschaft! Flächenverluste durch Bebauung und Flächenversiegelung! Lichttot durch Stätte- und Straßenbeleuchtungen! Steingärten und Steinmauereinfriedungen!

Wie viel kann die Natur noch aushalten?

 Zum Beispiel heißt es in einer Meldung der Länderkammer, die Zahl der Bienen ist um 75 Prozent zurückgegangen. Das betrifft nicht nur die Honigbienen, sondern schließt die Solitärbienen mit ein. 75% Schwund bei den wichtigsten Bestäubern in der Natur! 80% der Kultur und Nutzpflanzen sind von ihnen abhängig! Wenn wir von Natur und Umwelt sprechen, so hat die Klimakonferenz auch gezeigt, geht es nicht nur um Deutschland, aber Deutschland ist dabei. Nehmen wir das Beispiel China: Zu Maos-Zeiten hat man auf die Probleme, welche wir jetzt diskutieren, nicht geachtet. Das Ergebnis: Die Bestäubungsinsekten sind verschwunden und man sitzt jetzt auf den Bäumen und übt sich in Handbestäubung! 75% Schwund in der drittwichtigsten Tierart für unser Leben nach Schwein und Rind. Das sind Zeichen, dass die Uhr auf 5 nach 12 steht! Dabei geht es wie dargestellt, nicht nur um diese Tierart, sondern ihr Rückgang löst eine Kettenreaktion aus, die über den Rückgang der Pflanzen- und Tiervielfalt bis zum Schluss bei uns Menschen landet. Vielleicht müssen sie oder ihre Kinder dann auf die Bäume, wenn es die dann überhaupt noch gibt!?

Dann lieber die begonnenen Maßnahmen mit mehr Engagement und Verantwortungsbewusstsein fortsetzen. Dazu werden die Agrar- und Umweltminister genau so gebraucht wie alle Bürger. Jeder nach seinen Möglichkeiten aber mit Verantwortungsbewusstsein  und Engagement. Viele Initiativen des BUND schaffen nicht nur bessere Lebensbedingungen für viele Tierarten, sondern wirken auch lehrreich. Ein Beispiel: Wenn wir den Schwalben keine Nistmöglichkeiten mehr anbieten und mit Insektiziden ihre Nahrung vernichten, sind die Schwalben weg! Haben sie schon mal überprüft wie viel Insekten sie letzten Sommer an der Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges hatten? Erinnern sie sich noch wie das vor zwei Jahren aussah? Und es ist richtig, auch viele Landwirte zeigen inzwischen mehr Verantwortung. Es ist gut, wenn Herr Detert, Landwirt und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, die Schaffung von Blühstreifen oder Uferrandstreifen als eine Möglichkeit nennt, dem Artensterben entgegen zu wirken. Es gibt auch eine Reihe von Landwirten, welche die Anwendung von Spritzmitteln mit Verantwortungsbewusstsein durchführen und auch nach den ersten Ernten Zwischenfrüchte wie Sonnenblumen, Phacelia, Klee und Luzerne anbauen. (Senf und Buchweizen kommen oft zu spät, da die Temperaturen für Insekten meist im Oktober schon zu niedrig sind.) Leistungen wie sie noch mehr gebraucht werden.

 Gerade Blühhecken und Sträucher an Feldrändern sollten wieder mehr Beachtung finden als Nahrungsquelle und Unterschlupf für Vögel, Insekten und Kleintiere. Vielleicht lernen so unsere Kinder auch wieder mal Fasan, Hase und Rebhuhn in der Natur kennen.

Doch auch bei den Bürgern gibt es nennenswerte Initiativen. So gab es bei der durch die IG-Bienenfreunde Hiddenhausen-Werretal und das Umweltamt der Gemeinde ausgeschriebenen  „Blühaktion“ in den vergangenen Jahren eine sehr rege Beteiligung. Auch solche Aktionen wie die offenen Gärten und die Blühflächen in einigen Städten und Gemeinden des Kreises zeigen den Bürgern, dass man kann, wenn man will.

Der Vorschlag von Herrn Detert, gemeinsam mit dem BUND an Initiativen zu arbeiten ist nicht nur gut, sondern sollte gemeinsam mit den Umweltämtern, Parteien und umweltbewussten Bürgern umgesetzt werden. Einmal um zu zeigen wie weit sind wir voran gekommen in der Schaffung von umweltfreundlichen Lebensbedingungen für Pflanzen, Insekten, Tier und Mensch und gleichzeitig, was sollte man gemeinsam als nächstes angehen.

Wer der Natur helfen will muss sie kennen! Machen wir uns auch aufmerksam auf solche Bildungsmöglichkeiten.

Liebe Naturfreunde,

auch dieses Jahr wird die Gemeinde Hiddenhausen gemeinsam mit uns der IG „Bienenfreunde“ und dem BUND, Landwirten und dem Obsthof Otte die Aktion „Blühende Landschaften“ weiter führen. Wir sind froh solche engagierte Partner gefunden zu haben.

Jetzt brauchen wir nur noch Sie und Ihre Initiativen auf Balkon, Terrasse und im Garten!

Zur Eröffnung der Ausstellung „Schmetterlinge und Falter unserer Heimat“ im Rathaus in Hiddenhausen im März diesen Jahres, können Sie wieder kostenlos Saatgut und einige insektenfreundliche Blühpflanzen in Empfang nehmen.

Wir rechnen mit Ihnen!

 


  

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